Tragmittel hingegen tragen die Last unmittelbar und sind dauerhaft oder fest mit dem Hebezeug verbunden. Dazu gehören zum Beispiel Seile, Ketten oder fest installierte Bauteile des Hebezeugs.
Gemeinsam bilden Lastaufnahmemittel, Anschlagmittel und Tragmittel die Gruppe der Lastaufnahmeeinrichtungen, gern auch kurz LAM genannt.
Lastaufnahmemittel lassen sich außerdem in aktive und passive Systeme unterscheiden. Aktive Lastaufnahmemittel greifen die Last selbständig, etwa durch Klemmen, Greifen, Magnetkraft oder Vakuum.
Passive Lastaufnahmemittel nehmen die Last auf, ohne aktiv zu wirken, etwa bei Lasttraversen.
Für beide Kategorien gilt: Sie dürfen nur entsprechend ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung eingesetzt werden, müssen den geltenden Normen entsprechen, regelmäßig geprüft und ordnungsgemäß dokumentiert werden.
Lastaufnahmemittel ergreifen die Last aktiv, nehmen sie sicher auf, klemmen, magnetisieren oder greifen sie.
Diese Unterscheidung ist wichtig, da sie rechtliche Vorgaben, Prüfpflichten, Auswahlkriterien, Konstruktion und Sicherheit betrifft.
Eine präzise Definition für den Begriff Lastaufnahmemittel finden wir in der Maschinenrichtlinie 2006 42 EG.
Maschinenrichtlinie 2006 42 EG – die Definition
Ein Lastaufnahmemittel ist gemäß der noch bis 2027 gültigen Maschinenrichtlinie 2006 42 EG: „ein nicht zum Hebezeug gehörendes Bauteil oder Ausrüstungsteil, das das Ergreifen der Last ermöglicht, zwischen Maschine und Last angebracht wird, integraler Bestandteil der Last werden kann und gesondert in Verkehr gebracht wird.“
Für Unternehmen bedeutet das: Nur geprüfte Lastaufnahmemittel mit Herstellerkennzeichnung, CE, Seriennummer, Baujahr, Traglastangabe und Dokumentation dürfen verwendet werden.
Diese Regel beschreibt alle Sicherheitsanforderungen, um Unfälle, Gefahren, Belastung und Verletzungen von Personen zu verhindern. Sie ergänzt das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV).
Nicht zuletzt legt auch die Maschinenrichtlinie Anforderungen an Hersteller von Lastaufnahmemitteln fest.
Wir bei Lietmann haben weitreichende Erfahrung auch, was die Sicherheit angeht: Unsere Produkte sind CE-geprüft und entsprechen den Vorgaben der 109-017 (DGUV). Damit decken wir alle sicherheitsrelevanten Aspekte rund um das Thema Lastaufnahmemittel ab.
Viele Lasten müssen gedreht, gewendet, geschwenkt oder präzise positioniert werden. Hier kommen drehende Greifer, Wirbellasthaken, Spindelgreifer oder Wendegeräte zum Einsatz.
Ein Universal-Lastaufnahmemittel gibt es nicht – Material, Form, Tragfähigkeit, Anforderungen, Kranbetrieb, Umgebung, Lastwechsel und Einsatzbedingungen entscheiden.
Alle Lastaufnahmemittel müssen dauerhaft folgende Angaben tragen:
- Hersteller
- Produktbezeichnung
- CE
- Seriennummer
- Baujahr
- Tragfähigkeit
Außerdem wichtig zu beachten: Nur geschultes Personal darf anschlagen und mit den LAM arbeiten. Sämtliche Lasten müssen gleichmäßig verteilt sein. Ein Schrägzug über 6° ist unzulässig. Lastaufnahmemittel müssen korrekt gelagert werden, um Schäden und Gefahren zu vermeiden.
FAQ – häufige Fragen zu Lastaufnahmemitteln
Wie oft müssen Lastaufnahmemittel geprüft werden?
Welche Branchen setzen Lastaufnahmemittel ein?
Unsere Lastaufnahmemittel werden in vielen Teilen der Industrie genutzt, etwa in Metallverarbeitung, Automobil, Chemie, Elektrobranche, Logistik und überall dort, wo schwere Güter bewegt werden.
Ob Blech, Coils, Bauteil, Paletten, Schienenmaterial, Rundmaterial oder empfindliche Produkte – es gibt passende Lösungen fürs Bewegen Ihrer Last.
Welche Rolle spielt die DIN EN für Lastaufnahmemittel?
Die DIN EN, genauer gesagt die DIN EN 13155 definiert die Sicherheit für Lastaufnahmemittel, u.a. Anforderungen an Konstruktion, Belastung, Prüfpflichten und technische Grundlagen. Sie sorgen für einen rechtssicheren Einsatz von Lasthaken, -traversen und Co. im Kranbetrieb.
Welche Leistungen bietet Lietmann?
Wir beraten, entwickeln, konstruieren und liefern Lastaufnahmemittel – von Traversen über C Haken, Krangabeln, Lasthebemagnete bis hin zu Sonderlösungen. Zu unseren Leistungen und Services gehören Dokumentation, Herstellerkennzeichnung, CE, Werkszeugnis, Unterstützung bei Prüfpflichten und Begleitung über den gesamten Lebenszyklus Ihrer Lastaufnahmeeinrichtungen.
